Wohnbeet

Miriam Aust

Eine Zimmerpflanze findet man in fast jedem Wohnraum, meißt auf der Fensterbank stehend, jedoch kaum integriert in unser Interieur.
Die Interaktion zwischen Mensch und Pflanze im Raum, steht im Fokus der Auseinandersetzung, so werden neue Wege beschritten Wohn- und Pflanzenkulturen enger mit-einander zu verknüpfen.
Mit einem kastenartigen Beet wird ein Stück Garten in den Wohnraum geholt. Im Zimmer soll gegraben, gejätet und nach getaner Arbeit mit erdigen Fingernägeln zwischen der eigens angelegten Pracht gesessen werden können.
Das Beet im Raum umschließt Objekte unseres Wohnens, bezieht sie in seinen Aufbau mit ein und bildet so ein kleines Wohnszenario.
Die gerüstartigen Möbel und Objekte des Beetes dienen in ihrer Funktion nicht nur dem Menschen, sondern auch dem Gewächs als Rankhilfe.
Das entstandene Wohnbeet ist Grundlage für den Prozess. Die eigentliche Gestaltung wird abgegeben an den Gärtner und die Pflanze. Der Nutzer entscheidet über den Raum, den er mit der Pflanze teilt, und darüber, wie er ihn teilt. Mit diesem Entwurf soll sich der Umgang des Menschen mit seinem Möbel verändern. Er soll durch die Eigenverantwortung in der Gestaltung neu für seinen Wohnraum sensibilisiert werden.

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