Vase & Leuchte

Miriam Aust
"Vase & Leuchte" mit eichhornia crassipes, photo © Jan Köhler

Tatsächlich kultivieren wir die Pflanze meist in einem Topf, kontrollieren ihren Wuchs, bestimmen über den Raum, den sie einnehmen darf. Im Entwurf sollen empfundene Grenzen ausgelotet werden und es soll hinterfragt werden, wie stark eine Pflanze beeinflusst werden darf, damit sie noch als „natürlich“ wahrgenommen wird.
Eine Serie aus drei gläsernen, bepflanzbaren Leuchten ist das Ergebnis aus ungewöhnlichen Zusammenführungen und ungewohnt Eingesetztem. Die Natur wird künstlich präsentiert, das Lebewesen als Material verwendet, Laborästhetik in den Wohnraum gebracht.
Grundlage des Entwurfes ist die ebenso ungewöhnliche Zusammenführung zweier Gegenstände unterschiedlichen Zwecks, aber ähnlicher Platzierung im Raum. Über der Mitte eines Esstisches hängt meist eine Lampe, auf ihr steht oft eine Vase - Idee ist eine Verbindung zwischen beiden.
Die Leuchte wird auf den Tisch heruntergezogen, um sie herum bildet sich ein Zylinder, der wie eine Vase mit Wasser gefüllt und mit Wasserpflanzen oder Zöglingen dekoriert werden kann. Die Wärme des Lichtes unterstützt den Wuchs der Pflanze. Andersherum bilden die Wurzeln der Pflanze die Struktur des Lampenschirmes. So bleibt das Gewächs nicht Dekoration, sondern wird zu einem Bestandteil des Objektes.

(In Zusammenarbeit mit dua, www.dua-collection.com)

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