a bookshelf

Miriam Aust
a bookshelf, photos © Sabine Bielmeier

In nahezu jedem Haushalt lassen sie sich finden, alte, schon lange nicht mehr gelesene Bücher. Bücher, die wir als Trophäen oder Erinnerungen gerne im Regal präsentieren, obwohl sie vermutlich nie wieder gelesen werden.
Dieses Bücherregal findet für die kostbar gewordenen alten Schmöker eine neue Präsenz und eine zusätzliche Funktion in der „Kleinarchitektur Regal“. Verschieden große Regalkästen, die einander schneiden und umgreifen, bilden das Gerüst. Jeder Kasten orientiert sich in seiner Höhe und Tiefe an einem Buchpaar und bildet einen individuellen Rahmen dafür. In Nuten eingeschoben, mit je einem abgespreizten Deckel werden die Bücher zu kleinen aufklappbaren Stauräumen. Eigens für die Entstehung eines Möbels dieser Art entstand ein Skript, das Buchpaare für individuelle Regale auswählt, die Kästen anordnet und Pläne erstellt.
Bewusst wurde der Kontrast zwischen dem Umgang mit gebrauchten, zerlebten Büchern und dieser systematischen Regelung für die Entstehung des Möbels gewählt, die eine serielle Produzierbarkeit von individuellen Einzelstücken ermöglicht.

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