»Bei Jan Homann schafft die Ordnung sogar Platz für freundlichen Humor. Der Hamburger hat für den Licht-Designer Tobias Grau gearbeitet, bevor er sich selbstständig machte. «
»Früher war die Nasszelle ein aus ökonomischen Gründen standardisierter Ort. Mit „q.bic“ schufen Markus Schönecker und Christian Eckert eine minimalistische Zelle für die Körperpflege. Gewöhnungsbedürftig und zugleich anregend erscheint die Idee des temporären Rückzugs inmitten eines Wohnraums.«
»Verrätseln, um zu entschlüsseln: Der „Ewige Kalender“ von Shigeki Yamamoto zeigt nicht einfach Stunden, Minuten und Sekunden, sondern – typografisch gut gelöst und ungewöhnlich präsentiert – Tage des Monats und der Woche sowie den Kalendermonat.«
»Der schlicht gehaltene Entwurf „Sway“ dieses Hamburger Designers überzeugt durch seine zweifache Nutzbarkeit als Schaukelsessel oder Sessel. Ins Auge fallen auch die schwungvollen gestalteten Kufen. Gleich zwei Personen können es sich wippenderweise auf dem Möbel gemütlich machen.«
»Wandelbar. Individuelle Wohnlandschaften lassen sich mit dem Sitzmöbel „play with me“ dieses Designers erstellen. Ob als Sofa oder Sessel – dank Reißverschlüssen lassen sich die einzelnen Polstermodule miteinander verbinden und wieder lösen. «
»Indirekt direkt. Die Pendelleuchte „Dusk“ von Milena Kling und David Geckeler schafft variable Lichtmomente. Ihr Designentwurf ermöglicht, durch einfaches Verschieben einer Energiesparlampe, direktes sowie indirektes Licht zu erzeugen und damit die passende Lichtsituation zu erstellen.«
»Konkav und Konvex. Die identisch geschwungene Rückenlehne und Sitzfläche lassen auf den Stuhl „Nerd“ dieses Designers aufmerksam werden. Im Kontrast dazu wirkt sein dreibeiniger Stuhl „Fragment“ aus Aluminium mit geometrischer Stränge und wirkt trotzdem angenehm ungelenk.«
»Eine ansprechende Oberflächenstruktur aus Nussbaumholz bietet die Tischleuchte „Sting“ von Petrus Rieger. Formschön gestaltet, lässt sich die Lichtquelle dank beweglicher Gelenke je nach Bedarf ändern.«
»Ein Beistelltisch ist mitunter ein banales Ding. Nicht so der „reorganised sidetable“ von studio philippbeisheim. Der Designer kombiniert Hexaeder und Tetraeder in einer Form. Und irritiert damit den Betrachter. Je nach Blickwinkel zeigt sich das Möbel in veränderter Erscheinung.«
»Anders als beim Tigerfell im Klassiker „Dinner for One“, lässt es sich über den „Bommel-Bär“ dieser Interior-Designerin, nicht so schnell stolpern, da er als absoluter Blickfang die Aufmerksamkeit für sich erobert. Dieses Wohnaccessoires besteht aus ca.1200 Woll-Bommeln und 100% Handarbeit.«
»Der Doppelstuhl „Saitens“ der Pforzheimer Designstudentin Clara Schweers ist mit einer durchgehenden Angelschnur bespannt, was dazu führt, dass sich alle Bewegungen von einem auf den anderen Partner übertragen! «

FIN

»Unter dem Label Fin agiert die Wiener Designerin Sasa Fabjan. Ihre Schmuckkollektion „Ruber Pure“ besteht aus alten Fahrradreifen. Damit gestaltet sie einzigartige Schmuckstücke aus dem ungewöhnlichem Material.«
»Design ist die Kunst, mit wenig viel zu erreichen. Wenig Materialverlust zum Beispiel: Das macht der Kölner Designer Tim Kerp vor. Seine Beistelltischserie „Duetto“ wird abfallfrei aus einem viertel Quadratmeter Stahl produziert. Das Gestell entsteht nach Ausschneiden der Tischplatte durch Abkanten.«
»Vielseitig. Der multifunktionale „Interior Kit“ dieser Designerin bietet Stauraum, Sitzgelegenheit und, dank elektrischer Anschlüsse, sogar einen Arbeitsplatz. Das zugrundeliegende Modul lässt sich auf einfache Weise erweitern und erlaubt somit eine vielseitige Nutzung im Wohnraum.«
»Produkte, die viele Funktionen in sich vereinen, können selten überzeugen. Anders der kompakte gepolsterte Schaukelstuhl "Yoko". Er wirkt bequem und mit seinen beiden „Knopfaugen“ wie ein sehr persönliches Objekt. Die Zeitschriftentasche an der Rückenlehne ist eine praktische Zugabe.«
»Der Schaukelstuhl „Kvist“ dieser Designerin interpretiert einen Möbelklassiker. Die schlichte Konstruktion bietet neben Stabilität, eine großzügige Sitzfläche. Die Polsterung bietet am Kopfende möglichen Stauraum – ein eigenwilliger, aber durchaus ansprechender Entwurf für Puristen und Minimalisten.«
»Ein origineller Teppich zur Täuschung der Sinne: Auf den ersten Blick scheinen die Steinarrangements von Martina Schuhmann aus harten Flusskieseln zu bestehen. Erst ein tastender Fuß spürt, dass es sich dabei um weiche Filzsteine handelt. Sie bestehen aus Kamelhaar mit Kaschmiradern. «
»Was fast alle Designer wollen: die Welt verbessern. Genau das tut die Designerin Stefanie Rittler im Team mit Jodie Iranzo und Nadine Kesting. Ihre begehbare Installation „Cumulus“ ist eine transluzente Hülle, in der man gleichzeitig ein Gefühl von Leichtigkeit und Geborgenheit hat. «
»Der Schweizer Landschaftsarchitekt und Designer Ulf Rose hat kurzerhand ein paar Meter Schweißgitter zweckentfremdet und eine interessante Sitzgelegenheit daraus gefaltet. «
»Sein Entwurf "Bücherrahmen" ist eine optisch reizvolle Idee. Das Regal als Wandgestaltung, passend zum Trend nach weniger Büchern und Cds für die Generation iPod, iPad & Co.«
»Der Sekretär „Akracadabra“ dieses Designers greift auf charmante Weise den Trend zu Möbeln im Stil der 50er-Jahre auf. Die Jury überzeugt hat aber sein besonders formschöner Entwurf einer auf einem Holzkreuz frei stehenden Wanne, der bisher leider noch nicht realisiert wurde.«
»Die Leuchte „Univers“ von Pia Regenbrecht kann dank ihres intelligent gebogenen Stahlgestells hoch und quer aufgestellt werden. Ein simpler Trick, der ihre Einsatzmöglichkeiten erhöht. «
»Jennifer Kammler stellt unter dem Namen material.kollektiv eine eigene Linie von Möbeln zusammen. Ihr Material ist Holz, und wer die Entwürfe der schon mehrfach ausgezeichneten Schreinermeisterin aus Eichstätt sieht, erkennt, dass Ordnung auch so etwas wie Ruhe, Klarheit und Eleganz sein kann. «
»Der "Bench Chair" des Kölner Designers kombiniert Sitzbank und Stuhl zu einem Körper. Der eigenwillige Entwurf reinterpretiert den klassischen Monoblock auf moderne Art und schafft damit eine auffallende Wohnskulptur für den Innen- und Aussenbereich. «
»Aus einem traditionellen Fliesenfachbetrieb entwickelte Alexander Buck seine Manufaktur für Möbel und Sonderanfertigungen aus Porzellankeramik. Sein rechts freitragender Waschtisch wird mit einem ausgeklügelten Haltesystem einfach und schnell montiert.«
»Logisch. Der Entwurf „STOOL 331“ dieser Mainzer Designerin interpretiert die Form eines Melkschemels neu. Das raffinierte System, aus insgesamt sechs Modulen, lässt sich mittels Spannverschlüssen einfach auf- und abbauen und ist damit auch platzsparend aufzubewahren. «
»Im Automobildesign werden eigenwillige emotionale Formen genutzt, um die Umgebung auf ungewöhnliche Weise zu reflektieren. Diesen Effekt bringt ideenfischa mit seinem Kastenmöbelprogramm „La Faceta“ nun ins Wohnzimmer. Eine reizvolle Idee.«
»Diese Berner Designerin gestaltete mit dem Entwurf „Estë“ einen außergewöhnlichen Sitz- und Schlafplatz. Das Outdoor-Möbel lässt sich an Bäumen oder Säulen installieren und schafft so einen Ort für neue Perspektiven im eigenen Garten, Parks oder anderen urbanen Räumen. «
»Hendrik van Eyck schafft Ordnung mit einfachsten Mitteln. In seine Baukasten-Garderobe aus Eschenholz klinkt er ganz nach Bedarf und Belieben Kleiderhaken oder kleine Ablageborde aus Metall ein. «
»Poetisch. Die Wachslampe „IKARUS“ dieses Designers erhellt nicht nur den Raum, sondern auch das Gemüt. Durch die Wärme des Leuchtmittels schmilzt, der aus Wachs bestehende Lampenschirm und entwickelt sich zu einem Unikat. Im Laufe der Zeit entsteht so ein immer neues, faszinierendes Leuchtobjekt.«
»Eine besonders naheliegende Form der Nachhaltigkeit gelang Silva Proffen. Sie entwarf Kleiderbügel, die aus alten, mit Harz verklebten Stoffresten bestehen. Ebenso naheliegenderweise nannte sie ihre Idee „Reststoff“.«
»Für geordnete Verhältnisse sorgt der „Parawall“ dieser Hamburger Designerin. Mittels Magnetbändern können Blenden oder Boxen integriert werden und vereinen somit Trennwand und Regal zu einem flexiblen Wohnobjekt«
»„Zirkelschlag“ interpretiert das Thema Schreibtischleuchte mit aktueller LED-Technik neu. Formen und Proportionen erscheinen stimmig, die Details wie etwa die Gelenkpunkte der Leuchte sind sorgfältig gestaltet. Unklar ist, wie sich die Aluminium-Arme in einer bestimmten Position fixieren lassen.«
»Einfallsreiches Spiel mit nachhaltigen Ideen: Der „Line-Up-Table“ verwendet Holzspänne, die bei der Produktion anfallen als Bestandteil der leichten Betontischplatte. Leuchtende Seile verbinden sie mit dem Gestell, als könnte der Tisch nur so vorm Davonfliegen bewahrt werden.«
»Die Verbindung von harter Basis und flexiblem Sitzmaterial, Holz und Filz bietet reizvolle Kontraste. Den Sitz individuellen Bedürfnissen anzugleichen, scheint ein spannendes Projekt, das noch einiges an Potential birgt. Die Designerin sollte es ausschöpfen. «
»Wetterfest und zusammenklappbar ist das Outdoor-Möbel „SKYrocker“ dieses Designers. Der Schaukelstuhl lässt sich, dank der Konstruktion, in eine Sitz- oder Liegeposition verstellen. Wetterfeste Textilien sowie ein Gestell aus Edelstahl machen es so zu einem attraktiven Gartenmöbel.«
»Blumenfreunden macht das „Greenhouse to go“ vom Studio Besau-Marguerre eine Freude. Das tragbare Gewächshaus eignet sich als Hingucker im Wohnraum. Das Objekt als Transportmittel für Pflanzen zu gestalten, ist der Idee geschuldet, was man für das Leben auf einem fremden Planeten mitnehmen würde«
»Stapelbar. Der Entwurf „REGAL NO.2“ von Roland Jaggi überzeugt durch seine Vielfalt. Winkel und Sichtschieber aus Alublech ermöglichen eine individuelle Anordnung der Fächer. Mittels Horizontalplatten wird das Regalsystem schlicht aufeinander gestapelt.«
»Flexibilität macht das Kindermöbel „Mark“ dieser Designer besonders interessant. Ob als Wende- oder Schaukelsessel, Versteck oder Ruhezone - die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten und die robuste Form machen Kindern und Erwachsenen sicher lange Freude.«
»Lena Plaschke und Massimo Minchio haben sich von den Faltformen des japanischen Origami inspirieren lassen. Ihr Doppelesel „Mulo“ kann einfach alles: Das Lasttier aus Stahlblech dient im Kinderzimmer als Stauraum für Spielzeug, als Abstellfläche für Bücher. «
»Beachtenswert ist das „Objekt 3000“ von Imke Höfker, das als Garderobe genutzt werden kann: Trotz optischer Leichtigkeit kann es viel tragen, sei es an die Wand gelehnt oder frei stehend. «
»Diese Designerin schafft in ihrer Serie „Lichtschlucker“, dekorative Leuchten mit einem Sinn für Ökologie. Hierfür nutzt sie farbige Einwegbecher und setzt diese ornamental in Szene. Formen- und Farbvielfalt ergibt sich so aus dem ehemaligen Wegwerfprodukt.«
»Ihr Entwurf „lumiereCrown“ entlehnt sich zwar stark an dem Kronleuchter „Artichoke“ von Poul Henningsen, allerdings nutzt sie die modernen Technologien und platzierte das Leuchtmittel direkt in die Fächer der Leuchte. Die schwenkbaren Arme lassen Licht und Objekt je nach Bedarf verändern.«
»Der Schreibtisch "Bright_01" ist eine originelle Kombination von Schubladen und Tischbock. Diese sieht von vorne und hinten gut aus und macht aus dem Arbeitstisch eine farbenfrohe Wohnskulptur.«
»Timm Helbach, der zwischen Mainz und Wien pendelt, entwarf seine „chaise th1“ aus verwinkelten Balken und schuf damit eine zeitlose Neu-Interpretation des klassischen Liegemöbels.«
»Der Kölner Sascha Sartory hat aus ein paar MDF-Platten mit einem kleinen Kniff ein Multifunktionsmöbel erschaffen. Sein Hocker mit Trittebene und der pfiffigen Viertelkreisaussparung in der Sitzfläche eignet sich auch bestens als kleine Leiter. «
»Als Konzept wirken „Emily“ und „Gregory“ originell, vor allem wegen der Reduktion auf die äußeren Umrisse einer Armatur. So ästhetisch reizvoll die Idee ist, bleibt bis zum alltagstauglichen Wasserhahn noch ein weiter Weg.«
»Kleinster gemeinsamer Nenner: Sein Konzept eines Sportwagens überzeugt durch optische sowie materielle Leichtigkeit. Das gesamte Fahrzeug besteht aus zwei Flächen, ebenso wie bei seinem Modell „Formsculpture“. Letzteres folgt dem Gedanken, ein Auto aus Holz zu bauen.«