Designer

»Einfach und Mobil: Aus einer Rolle mit Papplamellen wird zunächst eine flache Matte, die sich durch ein paar Handgriffe in eine stabile Liege verwandeln lässt. Der Entwurf des „Poissonmobile“ wirkt äußerst naheliegend.«
»Seit Achille Castiglioni und seinem „Mezzardo“ wissen wir, wie bequem Traktorsitze sind. Kathrin Siemann formt ihren Sitz aus dickem Crouponleder, gibt ihm eine stabile Konstruktion sowie einen Eimerbügel als Tragegriff. Für dieses Objekt namens „Heinrich“ sollte sich ein Hersteller erwärmen.«
»Was fast alle Designer wollen: die Welt verbessern. Genau das tut die Designerin Stefanie Rittler im Team mit Jodie Iranzo und Nadine Kesting. Ihre begehbare Installation „Cumulus“ ist eine transluzente Hülle, in der man gleichzeitig ein Gefühl von Leichtigkeit und Geborgenheit hat. «
»Wenig Gewicht ist ein interessanter Aspekt, dem die Künstlerin Anja Sopic, Absolventin der Glasgow School of Art, mit dem Objekt „Nameless“, dem Hauch von einer Leuchte aus Plexiglas und Chrom, gerecht wird. «
»Der Entwurf „Vase&Leuchte“ von Miriam Aust vereint nicht nur zwei Produkte zu einem fast künstlerisch anmutenden Objekt: Pflanze und Design begegnen sich hier in einer Abhängigkeit, so dass sich ein in sich wachsendes Objekt entwickelt und damit ständiger Veränderung unterliegt.«
»Mobil und funktional ist das Möbel „einachs“ von Dominic Groll. Ähnlich einer Schubkarre lässt sich das Sideboard im Raum verschieben und bietet, dank praktischer Module, verschiedene Abflageflächen für die Dinge des Alltags.«
»Einen Ort für die kleinen Dinge des Alltags gestaltete dieser Freiburger Designer mit seinem Türhänger „Hooki“. Der aus Blech hergestellte Haken bietet eine kleine Ablagefläche für Wichtiges wie Schlüssel oder Portemonnaie und lässt sich direkt an der Haustür befestigen.«
»Ihr Entwurf „lumiereCrown“ entlehnt sich zwar stark an dem Kronleuchter „Artichoke“ von Poul Henningsen, allerdings nutzt sie die modernen Technologien und platzierte das Leuchtmittel direkt in die Fächer der Leuchte. Die schwenkbaren Arme lassen Licht und Objekt je nach Bedarf verändern.«
»Wandelbar. Individuelle Wohnlandschaften lassen sich mit dem Sitzmöbel „play with me“ dieses Designers erstellen. Ob als Sofa oder Sessel – dank Reißverschlüssen lassen sich die einzelnen Polstermodule miteinander verbinden und wieder lösen. «
»Das „Labor 117“ in Berlin hat sich in das Material Beton verliebt und gleich eine eigene Mischung entwickelt. Die verbindet die Härte von hochfestem Beton mit der Ästhetik von Sichtbeton. „Labor 117“ macht daraus Tischplatten, die zusätzlich durch Wachs eine samtig weiche Oberfläche bekommen. «
»Ein origineller Teppich zur Täuschung der Sinne: Auf den ersten Blick scheinen die Steinarrangements von Martina Schuhmann aus harten Flusskieseln zu bestehen. Erst ein tastender Fuß spürt, dass es sich dabei um weiche Filzsteine handelt. Sie bestehen aus Kamelhaar mit Kaschmiradern. «
»Form und Funktion. Der Entwurf „Octupus“ dieses jungen Mainzer Designers erzeugt wohnliches Licht. Der fächerartige Aufbau der Leuchte sorgt für eine Lichtbrechung und damit für behagliche Atmosphäre im Umraum. «
»Markant. Das Möbelprogramm „Collection1“ dieser Berliner Designergruppe besticht durch eine klare Formsprache. Mittels Sperrholz und farbiger Metallbeschläge werden die jeweils dreibeinigen Möbelstücke zu dreidimensionalen Grafiken im Raum.«
»Verrätseln, um zu entschlüsseln: Der „Ewige Kalender“ von Shigeki Yamamoto zeigt nicht einfach Stunden, Minuten und Sekunden, sondern – typografisch gut gelöst und ungewöhnlich präsentiert – Tage des Monats und der Woche sowie den Kalendermonat.«
»Verbindlich. Das Möbel „NOOK“ dieses Designers lässt sich dank Verbindungen aus Gummi vom Regal bis zum Raumtrenner umbauen. Die Module lassen sich individuell anordnen und erzeugen damit ein universelles Wohnmöbel.«
»Design ist die Kunst, mit wenig viel zu erreichen. Wenig Materialverlust zum Beispiel: Das macht der Kölner Designer Tim Kerp vor. Seine Beistelltischserie „Duetto“ wird abfallfrei aus einem viertel Quadratmeter Stahl produziert. Das Gestell entsteht nach Ausschneiden der Tischplatte durch Abkanten.«
»Logisch. Der Entwurf „STOOL 331“ dieser Mainzer Designerin interpretiert die Form eines Melkschemels neu. Das raffinierte System, aus insgesamt sechs Modulen, lässt sich mittels Spannverschlüssen einfach auf- und abbauen und ist damit auch platzsparend aufzubewahren. «
»Der Doppelstuhl „Saitens“ der Pforzheimer Designstudentin Clara Schweers ist mit einer durchgehenden Angelschnur bespannt, was dazu führt, dass sich alle Bewegungen von einem auf den anderen Partner übertragen! «
»Die Entwürfe von Oliver Schick sollen bei aller Schlichtheit und Strenge Geschichten erzählen. Wie der Kaffeetisch in Form eines Hafenpollers, wie die federleichten Barhocker. Oder wie die Leuchte „Facella“, die historische Laternen ganz neu interpretiert. «
»Eine besonders naheliegende Form der Nachhaltigkeit gelang Silva Proffen. Sie entwarf Kleiderbügel, die aus alten, mit Harz verklebten Stoffresten bestehen. Ebenso naheliegenderweise nannte sie ihre Idee „Reststoff“.«
»Der Sekretär „Akracadabra“ dieses Designers greift auf charmante Weise den Trend zu Möbeln im Stil der 50er-Jahre auf. Die Jury überzeugt hat aber sein besonders formschöner Entwurf einer auf einem Holzkreuz frei stehenden Wanne, der bisher leider noch nicht realisiert wurde.«
»Anders als beim Tigerfell im Klassiker „Dinner for One“, lässt es sich über den „Bommel-Bär“ dieser Interior-Designerin, nicht so schnell stolpern, da er als absoluter Blickfang die Aufmerksamkeit für sich erobert. Dieses Wohnaccessoires besteht aus ca.1200 Woll-Bommeln und 100% Handarbeit.«
»Robust und zerbrechlich, transparent und undurchdringlich: Die Berliner Designerin Hanne Willmann entwarf eine Vase aus einer reizvollen Kombination aus Beton und Glas. Die dänische Firma Menu fertigt die „Willmann Vase“ in Serie.«
»Mittels Sandwichplatten aus Bambus gestaltet dieser Designer aus Weimar, Tische und Regale. Seine innovative Leichtbau-Konstruktion „CONBOU“ ermöglicht Stabilität bei geringem Gewicht und erweist sich außerdem als ökologisch sinnvoll.«
»Die Verbindung von harter Basis und flexiblem Sitzmaterial, Holz und Filz bietet reizvolle Kontraste. Den Sitz individuellen Bedürfnissen anzugleichen, scheint ein spannendes Projekt, das noch einiges an Potential birgt. Die Designerin sollte es ausschöpfen. «
»Der Schreibtisch "Bright_01" ist eine originelle Kombination von Schubladen und Tischbock. Diese sieht von vorne und hinten gut aus und macht aus dem Arbeitstisch eine farbenfrohe Wohnskulptur.«
»Konkav und Konvex. Die identisch geschwungene Rückenlehne und Sitzfläche lassen auf den Stuhl „Nerd“ dieses Designers aufmerksam werden. Im Kontrast dazu wirkt sein dreibeiniger Stuhl „Fragment“ aus Aluminium mit geometrischer Stränge und wirkt trotzdem angenehm ungelenk.«
»Als Konzept wirken „Emily“ und „Gregory“ originell, vor allem wegen der Reduktion auf die äußeren Umrisse einer Armatur. So ästhetisch reizvoll die Idee ist, bleibt bis zum alltagstauglichen Wasserhahn noch ein weiter Weg.«
»Für geordnete Verhältnisse sorgt der „Parawall“ dieser Hamburger Designerin. Mittels Magnetbändern können Blenden oder Boxen integriert werden und vereinen somit Trennwand und Regal zu einem flexiblen Wohnobjekt«
»Das Bettgestell „Yin Yang“ des Hamburger Designers, Andreas Jansons, lässt sich auf einfache Weise in der Größe verstellen. So passt es sich bspw. an die individuellen Maße der eigenen Matratze an. Die Lamellenstruktur ermöglicht außerdem den Umbau zum Sitzmöbel.«
»Der Kölner Sascha Sartory hat aus ein paar MDF-Platten mit einem kleinen Kniff ein Multifunktionsmöbel erschaffen. Sein Hocker mit Trittebene und der pfiffigen Viertelkreisaussparung in der Sitzfläche eignet sich auch bestens als kleine Leiter. «
»Beweglich ist der Spiegel, den der Designer Michael Rem aus Berlin entwickelte. Das Objekt ist in zwei Größen erhältlich, die kleinere Version kann auch als Handspiegel verwendet werden. «
»Ein Beistelltisch ist mitunter ein banales Ding. Nicht so der „reorganised sidetable“ von studio philippbeisheim. Der Designer kombiniert Hexaeder und Tetraeder in einer Form. Und irritiert damit den Betrachter. Je nach Blickwinkel zeigt sich das Möbel in veränderter Erscheinung.«
»Bei Jan Homann schafft die Ordnung sogar Platz für freundlichen Humor. Der Hamburger hat für den Licht-Designer Tobias Grau gearbeitet, bevor er sich selbstständig machte. «
»Jennifer Kammler stellt unter dem Namen material.kollektiv eine eigene Linie von Möbeln zusammen. Ihr Material ist Holz, und wer die Entwürfe der schon mehrfach ausgezeichneten Schreinermeisterin aus Eichstätt sieht, erkennt, dass Ordnung auch so etwas wie Ruhe, Klarheit und Eleganz sein kann. «

FIN

»Unter dem Label Fin agiert die Wiener Designerin Sasa Fabjan. Ihre Schmuckkollektion „Ruber Pure“ besteht aus alten Fahrradreifen. Damit gestaltet sie einzigartige Schmuckstücke aus dem ungewöhnlichem Material.«
»Flexibilität macht das Kindermöbel „Mark“ dieser Designer besonders interessant. Ob als Wende- oder Schaukelsessel, Versteck oder Ruhezone - die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten und die robuste Form machen Kindern und Erwachsenen sicher lange Freude.«
»Die Leuchte „CL1“ (bei Technolumen in Serie hergestellt) verbindet neueste LED-Technik mit einem spielerischen emotionalen Aspekt. Ihre beweglichen Glaselemente stellen Bezüge her zur experimentellen und handwerklich geprägten frühen Moderne wie zur aktuellen präzisen Industrieästhetik.«
»Der „superbowl“ der Berliner Designerin Esther Göröcs verspricht Abhilfe bei der Bewältigung der alltäglichen Unordnung. Als Gummischale in verschiedenen Formen und Größen bietet er sich direkt am Tischbein als originelle Ordnungshilfe für den (unverzichtbaren?!) Kleinkram dar. «
»Der Schweizer Landschaftsarchitekt und Designer Ulf Rose hat kurzerhand ein paar Meter Schweißgitter zweckentfremdet und eine interessante Sitzgelegenheit daraus gefaltet. «
»Bezeichnend. Die kinderfreundliche Tafellampe „Doodle“ dieser Marburger Designerin gibt Klein und Groß die Möglichkeit kreativ zu werden. Ob als Malgrundlage oder für Notizen, diese Lampe schafft neben Licht auch ein Lächeln aufs Gesicht. «
»Das Kastenmöbel „Knickerbocker“ von Katarina Hübsch aus Halle überzeugt durch seine Mischung aus Einfachheit und Vielseitigkeit: Die minimalistischen Elemente mit Klappe und Schubladen lassen sich als Hocker, Bank, Anrichte oder Kleiderkiste nutzen.«
»Lena Plaschke und Massimo Minchio haben sich von den Faltformen des japanischen Origami inspirieren lassen. Ihr Doppelesel „Mulo“ kann einfach alles: Das Lasttier aus Stahlblech dient im Kinderzimmer als Stauraum für Spielzeug, als Abstellfläche für Bücher. «
»Joa Herrenknecht wählte als Lampenschirm für ihren Entwurf „Panna“ ein Stück farbiges Korkleder, das, um die Glühbirne gewickelt, sanften Lichtschein durchlässt. «
»Blickfang ist der stumme Diener „dienlich“ von Maike Elberfeld aus Düsseldorf, der in ihrer Ausführung einer offenen Kleiderkammer entspricht.«
»Lässiges, entspanntes Sitzen hat Designerin Janina Albrecht mit ihrem Entwurf „Mondschiin“ im Sinn. Dynamisch-organische Linien kennzeichnen das stapelbar konzipierte Möbel – einen Mix aus Liege und Dining Chair. „Mondschiin“ ist aus Formholz gefertigt und kommt nahezu ohne Verschnitt aus.«
»Im Automobildesign werden eigenwillige emotionale Formen genutzt, um die Umgebung auf ungewöhnliche Weise zu reflektieren. Diesen Effekt bringt ideenfischa mit seinem Kastenmöbelprogramm „La Faceta“ nun ins Wohnzimmer. Eine reizvolle Idee.«
»Stapelbar. Der Entwurf „REGAL NO.2“ von Roland Jaggi überzeugt durch seine Vielfalt. Winkel und Sichtschieber aus Alublech ermöglichen eine individuelle Anordnung der Fächer. Mittels Horizontalplatten wird das Regalsystem schlicht aufeinander gestapelt.«